Psychische Erkrankungen in Österreich im Steigen

Pressekonferenz: Psychische Erkrankungen in ÖsterreichPressekonferenz “Psychische Erkrankungen in Österreich im Steigen” – Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung für die psychische Gesundheit mit Karin Kadenbach, NÖ Gesundheitslandesrätin sowie Dr. Norman Schmid und Mag. Boris Zalokar (Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen)

Die Studie “Cost of Disorders of the Brain in Europe” zeigt: Ein Viertel aller Österreicher leidet im Laufe eines Jahres unter irgendeiner psychischen Erkrankung.

Diese Zahlen bedeuten Kosten von 7,16 Mrd Euro (3% des BIP) und Experten prognostizieren einen weiteren Anstieg. Nur fünf Erkrankungen machen diese Kosten aus. Der Anteil (2,46 Mrd.) von Depressionen und bipolaren Störungen ist am höchsten gefolgt von Suchterkrankungen (1,44 Mrd.).
2005 entfielen 1,5 Millionen Krankenstandstage auf psychische Erkrankungen. Das macht 134,15 Millionen Euro volkswirtschaftliche Kosten aus.

Ein Ausbau rehabilitativer Maßnahmen für psychische Erkrankungen könnte längerfristig zu einer Kostenersparnis führen. Etwa 848.000 Österreicher leiden an einer Angsterkrankung, also zum Beispiel einer Panikstörung, 479.000 an Depressionen.

Betriebliche Gesundheitsförderung durch Präventionsmaßnahmen kann hier einen positiven Beitrag leisten, was folgende Zahlen zeigen:

  • Ersparnis von 2,5 bzw. 4,85 Dollar die, im Vergleich zu einem investierten Dollar, durch reduzierte Abwesenheitskosten gespart wurden.
  • Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren durch gesundheitsfördernde Interventionen.
  • Rückgang von muskel- und skelettbedingten AU-Tagen um 43% – 78%.
  • Reduktionen bei den Fehlzeiten von 12% bis 36% bzw. eine Verringerung der mit den Fehlzeiten verbundenen Kosten um 34%.